Diese Wissenschaftler*innen waren beim letzten Mal dabei

Bei der letzten Ausgabe des Salon der Wissenschaft am 13. Mai 2022 war eine Vielzahl von Wissenschaftler*innen aus den verschiedensten Forschungseinrichtungen in der Region Braunschweig dabei.Von Strahlenschutz über Pflege, Luftfahrt oder Mobilität bis hin zu Landwirtschaft waren viele Fachrichtungen vertreten. Jede*r dieser Wissenschaftler*innen bot beim Salon der Wissenschaft zwei Vier-Augen-Gespräche an, die von den Besucher*innen gebucht werden konnten. Einige vorab ausgewählte Gespräche konnten zudem über Funk-Kopfhörer von weiteren Besucher*innen verfolgt werden.

Auf dieser Seite können Sie sich über die Wissenschaftler*innen des letzten Salon der Wissenschaft und ihre Zukunftsfragen informieren.

WER WAR DABEI?

Dr.-Ing. Verena Böschen

Wie stellen wir die Nahrungsversorgung sicher?
Projektleiterin "Insekten" der Internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik
"Schon lange sieht sich die Weltbevölkerung mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert; Bevölkerungswachstum, gravierende klimatische Veränderungen sowie der Kritik gegenüber herkömmlichen Landwirtschaftssystemen. Zur Lösung dieser Probleme beschäftigt sich die IFF neben der Prozesstechnik mit alternativen Futtermitteln und ernährungspysiologischen Fragestellungen im Rahmen der Nutztierhaltung, z. B. Insekten."
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 © IFF

Dr. Daniel Esch

Wie sieht der radiologische Notfallschutz der Zukunft aus?
Wissenschaftlicher Referent am Bundesamt für Strahlenschutz
"Radiologische Gefahren bestehen auch nach dem Atomausstieg weiter, bspw. durch Nuklearanlagen im Ausland oder durch Anschläge. Das Bundesamt für Strahlenschutz entwickelt seine Fähigkeiten ständig weiter, um die Bevölkerung jederzeit schützen zu können. Dazu gehören u.a. der Einsatz lernender Algorithmen, autarke Messsysteme, automatisierte Prozesse sowie mobile und autonome Messverfahren."
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 © Privat

Daniela Schulz

Wie wird sich die geisteswissenschaftliche Forschung in den nächsten zehn Jahren verändern?
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
"Interdisziplinarität - Forschungsdaten - Vernetzung. Derlei Schlagworte sind selbst in den teils noch recht konservativ anmutenden Geisteswissenschaften zunehmend präsent. Wird sich unsere Forschung durch groß angelegte Infrastrukturprojekte und allgemeine technische Entwicklungen grundlegend ändern? Wie kann es gelingen, neue Methoden zu etablieren und dabei gleichzeitig Traditionen zu bewahren?"
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 © Privat

Dr.-Ing. Karin Kniel

Made in Germany - Fertigungsmesstechnik, quo vadis?
Leiterin des Fachbereichs "Koordinatenmesstechnik" der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
"Was kann das Gütesiegel „Made in Germany“ zukünftig bedeuten? Soll es weiterhin für höchste Qualität stehen, dann müssen auch unsere Möglichkeiten der industriellen Fertigung Schritt halten - mit einer Messtechnik, die sich stetig weiterentwickelt, im realen Prozess und in der Digitalisierung. Im Schulterschluss mit Wissenschaft und Industrie arbeitet die PTB an Schlüsseltechnologien für morgen."
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 © Psysikalisch-Technische Bundesanstalt

Prof. Dr. habil. Martina Hasseler

Wie möchten wir in 2035 gesundheitlich und pflegerisch versorgt werden?
Professorin für Klinische Pflege an der Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
"Unsere Gesellschaft altert, chronische Erkrankungen nehmen zu. Das heißt, es entstehen diverse Bedarfe an einer angemessenen gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Wie diese gedeckt werden können, ist fraglich. Eine Digitalisierung des Gesundheitswesens wird als eine Hoffnung betrachtet. Diese muss jedoch differenziert entwickelt werden und komplexe Anforderungen erfüllen."
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 © Ostfalia / Philipp Ziebart

Prof. Jan T. Kielstein

Welche Möglichkeit gibt es, wenn Medikamente nicht mehr wirken?
Chefarzt an der Klinik für Nephrologie, Rheumatologie, Blutreinigungsverfahren des Städtischen Klinikums Braunschweig
"Eiweiße, die Lähmungen oder Alzheimer verursachen, Bakterien und Viren, die eine Blutvergiftung hervorrufen, oder Abwehrwaffen von Tumoren - all dies kann sich im Blutdruck von Patient*innen befinden. In den letzten Jahren ist es gelungen, präzise Verfahren zu entwickeln, die gezielt Bestandteile des Blutes entfernen und somit unverzichtbar in der Therapie vieler Erkrankungen geworden sind."
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© SKBS / Nick Neufeld

Dr. Felicitas Schneider

Wie viele Lebensmittel werfen wir 2030 noch weg?
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Marktanalyse des Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
"In Deutschland werden jedes Jahr rund 12 Mio. t Lebensmittel weggeworfen. In jedem Haushalt sind es rund 85 kg pro Jahr, davon ist rund die Hälfte eigentlich essbar. Das geht nicht nur ins Geld, sondern macht auch keinen besonders schlanken ökologischen Fußabdruck. Meine Kolleg*innen und ich suchen national und international nach praktikablen Lösungen von der Landwirtschaft bis zu den Konsumierenden."
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 © Thünen Institut

Markus Dino Krengel

Wie kann die kommerzielle Luftfahrt in Zukunft klimaneutral werden?
Forschungsingenieur im Bereich Flugzeugentwurf am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
"Das Gesamtsystem Flugzeug funktioniert im Zusammenspiel anders als beispielsweise ein Auto. Auf der Basis weniger allgemeinverständlicher Einflussgrößen (Gewicht, Luftwiderstand, Energiedichte, Wirkungsgrad) ergibt sich ein möglicher Pfad in Richtung Klimaneutralität der Luftfahrt. Welche Rolle haben dabei die Antriebsarten Batterien, Brennstoffzellen, Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe?"
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 © Markus Krengel

PD Dr. Axel Don

Wie kann die Landwirtschaft dazu beitragen die Klimakrise zu lösen?
Stellv. Leiter des Instituts für Agrarklimaschutz am Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
"Die Landwirtschaft ist nicht nur Betroffene und Mitverursacher des Klimawandels, sondern kann auch Treibhausgasemissionen wieder rückgängig machen: Durch negative Emissionen. Axel Don forscht als Bodenwissenschaftler wie Böden CO2 aufnehmen und als Humus speichern und klimaunschädlich machen können. Am Thünen Institut für Agrarklimaschutz entwickelt er Ideen für eine klimaneutrale Landwirtschaft."
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© M. Welling / Thünen Institut

Prof. Dr. Detlef Bartsch

Wie können Gen-Scheren eine nachhaltige Landwirtschaft fördern?
Leiter der Abteilung "Gentechnik und weitere biotechnische Verfahren" am Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
"Gen-Scheren wie CRISPR-cas sind neue molekulare Methoden für die Pflanzenzüchtung, um z.B. Pestizidanwendungen zu reduzieren oder Erträge trotz Klimawandel zu sichern. Gentechnische Anwendungen in der Landwirtschaft stoßen jedoch auf geringe Akzeptanz. Sind die neuen Techniken wirksam, sicher und verantwortbar zu regeln? Die Prüfung dieser Frage ist die Aufgabe des BVL."
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 © BVL/N. Tchegloff

Prof. Dr. Yvonne Mast

Wie finden wir zukünftig neue Antibiotika um Resistenzen zu bekämpfen?
Leiterin der Abteilung "Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung" am Leibniz Institut DSMZ, Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
"Antibiotika-Resistenzen sind eine der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit. In den letzten Jahren wurden immer weniger neue Wirkstoffe gefunden. Actinomyceten sind die wichtigsten Antibiotikaproduzenten, wobei deren genetisches Potential zur Wirkstoffsynthese viel größer ist als ursprünglich angenommen. Durch genetische Manipulation lassen sich stille Gencluster aktivieren und neue Wirkstoffe finden."
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 © Privat

Dr.-Ing. Asja Mrotzek-Blöß

Wie lange nutzen wir unsere Produkte in der Zukunft?
Leiterin der Arbeitsgruppe "Regionale Kreislaufwirtschaft und Stoffstrommanagement" am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik der TU Clausthal
"Green Deal, Circular Economy Action Plan... Viele Transformationsprozesse haben begonnen. Auch in der Kreislaufwirtschaft werden wir zukünftig einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen (wieder) etablieren müssen. Verantwortungsvolle Beschaffung, Einsatz von Sekundärrohstoffen, Design von Produkten, neue Geschäfts-/Nutzungsmodelle ... sind Teile eines Prozesses, dessen Umsetzung auch vor Ort erfolgt."
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 © Privat

Priv.-Doz. Dr. Christian Lisdat

Quanten - helfen sie der Technologie auf die Sprünge?
Leiter der Arbeitsgruppe "Optische Gitteruhren" an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
"Eine Revolution mit Ankündigung: Wer die Welt der Quanten zu manipulieren weiß, der oder dem stehen ungeahnte technologische Möglichkeiten offen. Die Versprechen sind entsprechend groß - bei Quantencomputern, innovativen Sensoren oder abhörsicheren kryptografischen Verfahren. Werden die Versprechen gehalten?"
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 © Psysikalisch-Technische Bundesanstalt

Christine Rüth

Wie sammeln wir in Zukunft unsere Vergangenheit?
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der NS-Provenienzforschung an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
"Bibliotheken erzählen Geschichten: Geschichten von Wissensdurst und Forschungsgeist, aber auch von Verlust und Raub. Sie sind ihren Beständen für immer eingeschrieben. Wenn die Spanne des menschlichen Erlebens und Erinnerns ausläuft, werden die Bücher-Geschichten zu wichtigen Ankerpunkten des kulturellen Gedächtnisses. Mit welcher Verantwortung also begegnen Bibliotheken in Zukunft der Vergangenheit?"
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 © Dimitri Davies

Prof. Dr. Riem Spielhaus

Wie wird gesellschaftliche Vielfalt in den Schulbüchern von 2035 thematisiert?
Leiterin der Abteilung "Wissen im Umbruch" am Leibniz-Institut für Bildungsmedien, Georg-Eckert-Institut
"Schulbuchinhalte zu Themen wie Migration, Diskriminierung und Rassismus und die Darstellung von Minderheiten geben immer wieder Anlass für Debatten. Ein Viertel aller Schüler*innen an deutschen Schulen hat einen Migrationshintergrund. Selbstorganisationen fordern, dass Diskriminierung Unterrichtsinhalt sein sollte, um Gleichstellung sicherzustellen. Wie kann das gelingen und welche Gegenstimmen gibt es?"
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 © Julius Mattuschek

Prof. Dr. Anne Paschke

Wie sieht unser Gesundheitswesen im Jahr 2030 aus?
Professorin am Institut für Rechtswissenschaften der TU Braunschweig
"Niemand muss künftig mehr krank werden, wenn sie oder er dies nicht will oder verhindern kann. Für jede Krankheit gibt es künftig eine individuelle Therapie. Datenbanken liefern Lösungen in Echtzeit. Digitalisierung wird auch dazu beitragen, Gesundheitsvorsorge, ärztliche Behandlung und medizinische Forschung menschlicher zu gestalten, eine Rundumbetreuung sowie Patient*innensouveränität zu gewährleisten."
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 © Max Fuhrmann / TU Braunschweig

Dr.-Ing. Christian Pommer

Wie intelligent wird unsere Umgebung?
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechanik und Adaptronik der TU Braunschweig, Mitglied des VDI Braunschweig
"Herr Dr.-Ing. Christian Pommer forscht an der TU Braunschweig an der Schnittstelle zwischen neuronalen Netzen und smarten Bauteilen für den Fahrzeug-Leichtbau. Im Detail beschäftigt er sich dabei mit der Integration von Sensoren in Faserverbundbauteile sowie der Aufnahme und Auswertung der zur Zustandsüberwachung notwendigen Daten."
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 © Privat

Dr. Steffen Sydow

Wie lässt sich das Bauen der Zukunft nachhaltig gestalten?
Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Holzforschung
"Im Fokus meiner Forschung steht die Entwicklung neuartiger Materialien wie Holzschäume und formaldehydfreie Klebstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Außerdem befasse ich mich mit der Entwicklung von Hybdridelementen, bei denen bspw. Holzschäume als Kernmaterial eingesetzt und mit Deckschichten aus verschiedenen Materialien kombiniert werden. "
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 © Ulrike Ballhorn

Prof. Dr. Jana Kühl

Wie gelingt es, Mobiliät nachhaltig und sozial gerecht zu gestalten?
Professorin für Radverkehrsmanagement an der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
"Im Verkehrssektor besteht dringender Nachholbedarf, schädliche und klimaverändernde Emissionen drastisch zu verringern. Dabei kommt dem Fahrrad als effiziente sowie emissionsfreie Mobilitätsform sowohl im Nahbereich als auch als Zubringer zu Bus und Bahn eine Schlüsselrolle zu. Hierzu gilt es jedoch zunächst, das Dogma der uneingeschränkten Automobilität aufzubrechen und nachhaltige Mobilitätsformen zu stärken"
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© Ostfalia / Philipp Ziebart

Diplom-Lebensmitteltechniker Patrick Sudwischer

Wie stellen wir die Nahrungsversorgung sicher?
Leiter des Versuchstechnikums der Internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik
"Schon lange sieht sich die Weltbevölkerung mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Bevölkerungswachstum, gravierende klimatische Veränderungen sowie der Kritik gegenüber herkömmlichen Landwirtschaftssystemen. Zur Lösung dieser Probleme beschäftigt sich die IFF neben der Prozesstechnik mit alternativen Futtermitteln und ernährungspysiologischen Fragestellungen im Rahmen der Nutztierhaltung, z. B. Insekten."
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 © IFF

Prof. Dr. Jens Karl Wegener

Bearbeiten 2035 Mini-Roboter unsere Felder?
Digitalisierungsbeauftragter am Fachinstitut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz des Julius-Kühn-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
"Boden- und ressourcenschonende Anbausysteme, die mit weniger Pflanzenschutz und Dünger auskommen, mehr Vielfalt auf dem Acker bei höheren Erträgen trotz Trockenstress und Extremwetter wegen des Klimawandels - die Forderungen an die Landwirtschaft sind hoch, und Digitalisierung hilft, sie zu erfüllen. Deshalb wird am JKI sowohl an smarten Maschinen geforscht, als auch an Pflanzenbau-Konzepten wie dem Spot Farming."
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 © M. Merkel / JKI

Prof. Dr. Laura Steenpaß

Wie persönlich/maßgeschneidert kann die Medizin der Zukunft sein?
Leiterin der Abteilung "Menschliche und Tierische Zellkulturen" am Leibniz-Institut DSMZ, Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen
"Zellkulturen des Menschen helfen in der akademischen und präklinischen Forschung, die Ursachen von Krankheiten zu finden und im Detail zu verstehen. Dieses Verständnis ist nötig, um in der Folge Heilmittel gegen Krankheiten zu entwickeln, zu testen und herzustellen. Die Medizin träumt von personalisierter Therapie. Was genau bedeutet das und wann wird es soweit sein?"
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 © Privat

Dr. Silke Steinmöller

Vernichten eingeschleppte Schädlinge künftig unsere Ernten?
Wissenschaftlerin im Monitoring für eingeschleppte invasive Schadorganismen am Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
"Als Trittbrettfahrer des globalen Handels kommen neue Schädlinge und Erreger von Pflanzenkrankheiten ins Land. Der Klimawandel begünstigt häufig ihre Ansiedlung und Ausbreitung. Auch weil natürliche Feinde fehlen, können manche Arten große Schäden in heimischen Feldern, Wäldern und Gärten anrichten. Das JKI schätzt das Schadpotenzial der neuen Schädlinge ab, überwacht die Ausbreitung und entwickelt Bekämpfungsstrategien."
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 © Privat / JKI

M.A. Stefanie Ollenburg

Sagen Szenarien uns die Zukunft voraus?
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ScenAIR2050 des SE2A Exzellenzcluster am Institut für Designforschung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
"Die Antwort ist ein klares JEIN! Die Zukunft ist ungewiss und eine leere Leinwand. Szenarien malen Möglichkeiten durch gegenwärtige Zukunftsbilder auf. Dabei ergründen wir die Vielfalt der möglichen, wahrscheinlichen und wünschbaren Zukünfte sowie decken zugrundeliegende Annahmen auf. Mit diesem Zukunftswissen erkunden wir ungeahntes Gestaltungspotential, denn was wir heute entscheiden, hat Auswirkungen auf Zukunft."
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 © Privat

Dr. Andreas Weich

Welche Fragen müssen sich Schulen im Hinblick auf Medien stellen, um ihre Zukunft reflektiert zu gestalten?
Nachwuchsforschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Bildungsmedien, Georg Eckert Institut
"Digitale Medien spielen in Bildungskontexten sowohl als Thema als auch als didaktisches Werkzeug eine zentrale Rolle. Reflexion digitaler (und analoger) Medien ist eine Kernkompetenz, die notwendig ist, um gegenwärtige Lebenswelten zu verstehen und zukunftsorientiert mitzugestalten. Dabei genügt es nicht, Tools und ihre Handhabung in den Blick zu nehmen, sondern auch kulturelle Praktiken, Machtverhältnisse u.a.m."
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 © Stephanie Weich

Prof. Dr. Tatjana Schneider

Die Stadt der Zukunft braucht mehr Unordentlichkeit
Professorin für Architekturtheorie am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt der TU Braunschweig
"Architektur und Planung sind Ordnungsdisziplinen. Einerseits. Andererseits prallen in der Architektur, speziell im urbanen Raum, auch immer wieder unterschiedliche Interessen, Positionen, Ambitionen und Haltungen aufeinander, die nicht immer miteinander vereinbar sind. Unordentlichkeit verweist darauf, dass heterogene und auch unbequeme Realitäten ernster genommen werden müssen, um Stadt für die Vielen zu gestalten."
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 © Sebastian Dorbrietz

Dr. Hansjörg Pötzsch

Welche "Raubkunst"-Debatten werden wir führen?
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Provenienzforschung bei den 3Landesmuseen Braunschweig
"Benin-Bronzen, Humboldtforum, der Fall Gurlitt, Restitutionen: Mediale "Raubkunst"-Debatten begleiten seit Jahren lautstark die Provenienzforschung. Aufgabe der Provenienzforschung ist es, die Herkunft (Provenienz) des Kulturgutes in den Museen möglichst lückenlos zu klären. Die Provenienzforschung ist deshalb integraler Bestandteil und dauernde Aufgabe nachhaltiger Museumsarbeit."
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 © Privat

Kathrin Karola Viergutz

Wie sieht unsere Stadt der Zukunft aus?
Mobilitätsforscherin am Institut für Verkehrssystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
"Am DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik werden zukunftsfähige Mobilitätskonzepte erforscht. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Digitalisierung und Automatisierung von Verkehrssystemen, vom ländlichen Raum bis zur Metropole. Zudem begleitet das Institut Kommunen auf dem Weg zur zukunftsfähigen, nachhaltigen und menschengerechten Smart City."
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 © privat

Dr. Heike Pöppelmann

Schauen wir im Museum der Zukunft zurück in die Vergangenheit?
Direktorin des Braunschweigischen Landesmuseums
"Museen gibt es seit mehr als 400 Jahren, gestartet als Wunderkammern in fürstlichen Sammlungen diskutieren wir heute über Museen als dritte Orte, als Orte der Partizipation. Museen haben sich als äußerst wandelbare Institutionen gezeugt. Wie kann ein Museum der Zukunft aussehen? Welche traditionnellen Arbetsweisen müssen sich ändern? Sind Museen systemrelvant?"
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 © Anja Pröhle, Braunschweigisches Landesmuseum

Dr. Sarah Babin

Wie vermitteln wir Kunst im 21. Jahrhundert?
Projektleiterin "Galka Scheyer" am Herzog Anton Ulrich-Museum
"Im Zeitalter nachlassender Allgemeinbildung stellt die Vermittlung „Alter Kunst“ Museen vor viele Herausforderungen: Museen gelten als altbacken und langweilig. Was wollen die Besucher*innen heutzutage sehen? Wie könnte zeitgemäße Vermittlung aussehen? Sind digitale Vermittlungsangebote innerhalb und außerhalb des Museums der Schlüssel?"
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 © privat

M. Sc. Carsten Peukert

Wie erkennen und behandeln wir Infektionen mit multiresistenten Keimen in der Zukunft?
Doktorand am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
"Da Antibiotikaresistenzen immer häufiger auftreten, suchen wir nach neuen Ansätzen für Diagnostik und Therapie. Siderophore, Moleküle, die von Bakterien zur Eisensuche verwendet werden, können wie ein trojanisches Pferd eingesetzt werden, um Antibiotika und Farbstoffe in die Keime zu bringen. Wir entwickeln und testen antimikrobielle Siderophorkonjugate und chemilumineszente Sonden für die Bildgebung."
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 © Presse und Kommunikation,HZI

Dr. rer. nat Miriam Große

Wie bekomme ich ausreichend Material um neue Medikamente sicher auf den Markt zu bringen?
Teamleitung "Fermentation" am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
"Resistenzen gegen Antibiotika nehmen weltweit zu. Um sich dieser Herausforderung zu stellen, müssen neue Wirkstoffkandidaten für präklinische Studien zeitnah in großer Menge produziert werden. Mit meinem Team entwickele ich stabile, wirtschaftliche und skalierbare Bioprozesse, um Wissenschaftler*innen mit ausreichend Material zu versorgen. Diese werden von uns entwickelt und in den 100L Maßstab übertragen."
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 © Michalla Gohlke

Anmeldung

Anmeldung hier über Eventbrite.
Eintritt frei

TRAFO Hub

Sophienstraße 40
38118 Braunschweig

13. Mai 2022

Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr

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